Hanna und Hans wohnen am Fuße der Mühle, sammeln die Früchte des Waldes und Hans hilft beim Müller. Als eine alte Frau an ihre Tür klopft, wird sie zum Essen eingeladen. Gestärkt setzt sie den Weg fort. Zum Dank spricht sie den Speisekammersegen. Diese ist von diesem Tag an immer reichlich gefüllt. Es herrscht keine Not mehr. Sie genießen die Köstlichkeiten, essen und essen, verlassen das Haus nicht mehr und werden dicker und dicker. Als sie so rund sind, dass niemand mehr durch die Speisekammertür passt, ist die Verzweiflung groß. Es soll doch alles wieder so sein, wie vor der Einkehr der alten Frau. Mit einer großen Staubwolke erfüllt sich dieser Wunsch. Hanna und Hans sitzen zufrieden auf der Bank in der Abendsonne, schlank und rank.
König Ferdinand lebt in einer alten Burg auf dem Berg. Er reitet gern aus, spielt mit seinem Diener Schach und trifft sich in schlaflosen Nächten mit den Schlossgespenstern. Da klopft ein alter Mann, der durch die ganze Welt wanderte, an die Pforte und bittet um Quartier. Er wird reichlich beköstigt, bekommt ein weiches Lager. Vor seinem Tod schenkt er dem König eine Kristallkugel, die Ereignisse aus fremden Ländern wiederspiegelt. Bald kann sich Ferdinand von dieser Kugel nicht mehr trennen, vergisst seinen Hofstaat und verlässt die Burg nicht mehr. An einem milden Frühlingstag steht er am offenen Fenster. Plötzlich entgleitet die Kristallkugel seinen Händen, rollt über den Burghof und den Berg abwärts. Der König will hinterher. Doch das Pferd wirft ihn ab, das Torschloss ist eingerostet. Lange sucht er, Tage, Monate, vergeblich. Endlich gibt er auf und plant eine Reise um die Welt, will die Orte seiner Geschichten kennen lernen, den Spuren des alten Mannes folgen.
Selma hat immer Arbeit für ihren Poldi. Da ist Holz zu hacken. Es fehlt ein großer Fisch für die Pfanne. Er möchte jedoch lieber unter der alten Eiche träumen. Als Poldi beim Angeln in die traurigen Augen eines goldschimmernden Karpfens schaut, wirft er ihn in den See zurück. Das wird Ärger mit Selma geben. Egal. Da erscheint eine Meerjungfrau und schenkt ihm drei Wünsche. So tauscht er Selma gegen eine schnurrende, anschmiegsame Katze ein. Nur wer kocht jetzt für ihn? Er wechselt die Katze gegen eine stets gefüllte Speisekammer. Wurst und Käse sind da. Es fehlt nicht an Butter. Doch wer wäscht ab und schmort einen schönen Sonntagsbraten? Ein junges, hübsches Mädchen muss ins Haus. Trällernd putzt sie und holt Wasser, ist immer fröhlich. Leider steht es schlecht um ihre Kochkünste. Nichts schmeckt richtig. Als dann ein junger Prinz sie in sein Schloss entführt, reitet der dritte Wunsch davon. Jetzt muss Poldi sehen, wie er allein klar kommt. Groß ist seine Freude, als er beim Holzsammeln Selma im Wald entdeckt. Und wenn sie nicht gestorben sind, streiten sie noch heute.
Auf dem Gut und im Fischerkaten werden am gleichen Tag das Mädchen Alina und der Junge Stanislaw geboren. Nach wenigen Jahren treffen die Kinder sich zufällig unter einem knorrigen Baum, toben fröhlich auf der Wiese, planschen im Bach. Das stört aber die alte Zalina, die versteckt im dunklen Wald wohnt. Fröhlichkeit hasst sie, lässt alles Leben zu Stein erstarren, so auch die Kinder. Große Trauer herrscht im Land. Der Rabe, der im alten Baum wohnt, ist verzweifelt. Er muss helfen, den mächtigen Zauberer am anderen Ende der Welt erreichen. Nur dieser ist stärker als Zalina. Sein Großvater erzählte oft von ihm. Weit und anstrengend ist der Flug dahin. Delphine helfen dem Raben über das Meer, die Kamelkarawane trägt ihn durch die Wüste. Endlich erreicht er den mächtigen Zauberer. Dieser lauscht dem Vogel und will unbedingt helfen. Er eilt auf dem geflügeltem Pferd zu Zalina und zerstört die Kette mit dem Rubin. Gebrochen ist ihre Macht. Alle Versteinerungen erwachen zu neuem Leben. Große Freude herrscht im Land. Die Kinder sind wieder da.