Abend am See
Sonnenfeuer am Abend
haucht rot zarte Wolken an.
Birkenblatt im Wind schwebend.
Wellen plätschern leise heran.
Der einsame Vogelschrei
zerteilt die Stille am See.
Stolz gleiten Schwäne vorbei.
Äste knacken in der Näh.
Nächtliche Schleier ziehen
von den Bergen herüber.
Tagträume lautlos fliehen
in die Dunkelheit hinüber.
Traum im Sand
Auf entblößter Haut ruht feiner Sand,
sanfter Wind streichelt die Brust,
die Seele hier langsam Ruhe fand,
es wächst in ihr die Lust.
Sonnenstrahlen ins lange Haar binden,
auf den Wellen davon gleiten,
sich unter den Möwen übers Meer finden,
verschmelzen in unendlichen Weiten.
Tief innen schmerzhaftes Sehnen
nach warmer Geborgenheit,
sich hingeben und anlehnen,
Freude für die Ewigkeit.
Braune Haut auf hellem Sand,
sanft geschwungene Weiblichkeit,
in den Haaren ein buntes Band
schmückt erotische Sinnlichkeit.
Flügel der Liebe
Starke Hände werden zu zarten Schwingen,
gleiten sanft über die feste, warme Brust,
Unruhe auf der zarten Haut bringend,
zwischen festen Schenkeln keimt langsam Lust.
Heiße Lippen wandern über sanfte Hügel
zur verborgenen Sinnlichkeit hinab.
Der Lust wachsen nun zarte Flügel,
zwei Herzen schlagen heftig im schnellen Takt.
Engumschlungene innige Verschmelzung,
Wellen durchströmen Unendlichkeiten,
feurige Explosion der Befreiung,
dahinfließende Zärtlichkeiten.
Zarte Schwingen nun weiter gleiten
über bebender, heißer Harmonie,
Seeligkeit, Sehnsucht verbreiten
nach weiteren Stürmen der Euphorie.
Starke Hände versprechen Sicherheit,
halten fest das tägliche Vertrauen,
umarmen die geliebte Zärtlichkeit,
gemeinsames Verstehen aufbauen
Papierboote
Blaue Libellen tanzen
lautlos über Seerosenpflanzen.
Schwalben segeln dahin.
Im Schilf raschelt Wind.
Sonnenstrahlen flimmern.
Lichtpunkte auf dem Wasser glimmen.
Am Himmel Wolken gleiten
in ferne, unendliche Weiten.
Papierboote davon ziehen,
darin meine Träume fliehen
hinaus in die weite Welt.
Mutlosigkeit mich befällt.
Ich bleibe traurig zurück.
Sehnsuchtsvoller Blick
folgt den Booten auf dem Fluss.
Endlich Ruhe ich finden muss.
Am Meer
Träume gleiten über dem Regenbogen,
wandern mit weißen Wolken dahin,
schwimmen auf rauschenden Meereswogen,
schweben hinauf im milden Sommerwind.
Sehnsucht malt im warmen Dünensand
geheimnisvolle Zeichen der Liebe,
sammelt Muscheln am endlosen Strand,
schaukelt traurig in der Himmelswiege.
Gelassenheit mit den Möwen fliegt,
verfängt sich in gewölbten Segeln,
gleitet hinauf und lautlos weiterzieht
beschwingt mit unsichtbaren Flügeln.
Erinnerungen schmeicheln die Seele,
erwärmen ein unruhiges Herz.
Der Blick schweift hinweg über die Meere
begleitet von einem zarten Schmerz.
Herbstflüstern
Zartes Geflimmer schwebt hinauf
in die goldene Farbensinfonie,
Windgeflüster im trockenen Laub,
Herbst spielt seine Abschiedsmelodie.
Hoch oben Vogelschwärme gleiten
mit tiefer Sehnsucht nach Wärme
in den unendlichen Weiten
der Wolkengebirge in die Ferne.
Tauperlen funkeln im Sonnenband
auf versteckten Pilzen im Wald,
Beerenüberfluss am Wegesrand,
eisige Kälte naht jedoch bald.
Noch leuchten unzählige Farben
in den Gärten und am Haus.
Wärmende Sonnenstrahlen
wandern den alten Baum hinauf.
Sehnsucht und Träume schweben
im sanften Wind langsam dahin,
verfangen sich in Spinnweben.
Das Ende wird ein Neubeginn.
Wohin ging die Liebe?
Ich sitze im warmen Sand,
lausche dem Rauschen der Brandung,
allein am einsamen Strand.
Gedanken mit den Wolken gleiten,
Schwermut umschließt mein Herz,
Wünsche auf den Wellen reiten.
Alltag verschluckte die Liebe,
begraben wurden die Träume,
erfroren sind die Gefühle.
Nun aus der Ferne denke ich
zurück an verlorene Zeiten,
wir waren jung und glücklich.
Wann entglitten die Gefühle,
wurde so stumm unser Mund,
segelte davon die Liebe?
Meine kranke Seele weint,
niemand fängt mich auf,
Sehnsucht in mir keimt.
Gibt es noch einen Neubeginn,
kann die Liebe wieder erblühen,
hat unsere Ehe einen Sinn?
Die Fragen trieben mich fort
von unserem Haus zum Strand
an einen fernen Ort.
Ich sitze im warmen Sand,
lasse die Gedanken wandern,
Sand rieselt durch die Hand.
Fern ein Mann aufbricht,
er kommt dem Strand näher,
schaut mir unsicher ins Gesicht.
Die Hand reicht er mir,
verlegen greife ich zu,
viel reden werden wir.
Meine Seele soll schweben,
fröhliches Herzklopfen in der Brust,
ich will unendlich leben.
Gedankensplitter
Reifmalerei zart,
verzaubert eisige Natur,
Kristallgedanken.
Bunter Blattzauber,
Farbharmonien in Gold,
Abschiedsmelodie.
Dichter Nebel hüllt
Bäume in Unendlichkeit.
Tropfen fallen leis.
Eisiges Schweigen,
Lautlosigkeit der Natur,
neues Leben keimt.
Spinnengeflimmer
im goldenen Farbpastell,
Abschiedsmelodie.
Goldzauber im Wald,
Wolkenschwingen am Himmel,
letzter Wärmehauch.
Ein Blatt segelt
am blauen Himmel davon,
erster Reifzauber.
Dunstschleier schweben
durch knorriges Baumgeäst.
Blütenschnee rieselt.
Wolkenfantasie,
Träume segeln zum Süden,
mit Schwalben reisend.
Kristallzauberei,
bizarres Baumlabyrinth,
weißer Märchenwald.
Nebelfantasien,
Wasserperlen sinken leis
auf faulendes Laub.